Pankow

Mit dem Sonderzug nach Pankow

DDer dritte Berliner Bezirk ist östlich gelegen und heißt Pankow. Dabei gehören durch die Fusionen im Jahr 2001 mittlerweile auch der Prenzlauer Berg und Weißensee zu Pankow. Durch die Fusion im Jahr 2001 wurde Pankow zum zweitgrößten Bezirks Berlin. Hier leben etwa 400.000 Menschen zwischen der City-Ost am Alexanderplatz, bis hin zur Landesgrenze nach Barnim. Besonders ausgezeichnet wird Pankow durch idyllische gelegene und ausgedehnte Grünflächen, aber auch verschiedene Szenekieze. Vor allem ist der Bürgerpark, aber auch der Volkspark Schönholzer Heide und der Park am Schloss Schönhausen bei allen Berlinern als grünes Ausflugsziel bekannt. Hinzu kommen attraktive Wohnquartiere im Altbau-Charme, neben florierenden Gewerbestandorten und Kulturzentren. Wirkte Pankow früher eher alt und unmodern, wurde es besonders durch seinen industriellen Charme in den 90er Jahren für seine dunkel-romantische Ausstrahlung immer beliebter. Dabei sind die Bornholmer Straße und Schönhauser Allee weit über die Grenzen Berlins bekannt. Dies liegt nicht nur an den alternativen Geschäften ringsum die Schönhauser Allee und den Grenzübergang an der Bornholmer Straße, sondern auch an der deutsch-europäisch geprägten Boheme. Noch immer wohnen hier viele alternative Menschen, zu denen nicht nur Punks und Linke gehören, sondern auch verschiedene Künstler, die sich hier heimisch fühlen.

Von der Eiszeit bis ins heutige Pankow

Nahezu vollständig liegt der Bezirk Pankow auf einer im Eiszeitalter gebildeten Hochfläche, die zu Barnim gehört. Daher besteht die Landschaft größtenteils aus einer Grundmoränenfläche. Die Panke, die hier fließt, zieht sich über einen Sander im Norden bis zum Urstromtal Berlins in den Süden. Neben der Panke verfügt Pankow über weitere Gewässer, zu denen der Weißen See, aber auch der Wilhelmsruher See und viele weitere Gewässer gehören. Das Naturschutzgebiet an den Karower Teichen fungiert als Habitat für Wasservögel, Libellen aber auch Amphibien.

Die Besonderheit von Pankow ist neben der Lage auf einer Eiszeitfläche, auch das der Bezirk im Nordosten liegt. Dabei grenzt es neben Lichtenberg, auch an Mitte, Reinickendorf und Friedrichshain-Kreuzberg. Im Norden hingegen an die Landkreise Oberhavel und Barnim. Der nördlichste Punkt in Pankow ist der Ortsteil Buch.

Pankow ist an sich noch ein recht junger Bezirk. Dieser wurde erst 1920 bei der Bildung Groß-Berlins gegründet. Dabei wurde der Ort, der zuvor zum Landkreis Niederbarnim gehört eingemeindet. Die U-Bahn erreichte Pankow im Jahr 1930 und war somit mit Berlin fest verbunden. Nachdem Zweiten Weltkrieg wurde Pankow am 22. April 1945 von der Roten Armee und befreit und gehörte dadurch zum sowjetischen Sektor der DDR. Da der Sitz des DDR-Regimes überwiegend in Pankow lag, ist der Bezirk heute noch das Synonym für die DDR-Führung in der westlichen Öffentlichkeit. Ebenfalls ist die Bornholmer Straße für seinen ehemaligen Grenzübergang bekannt. Hier wurde als Erstes die Grenze im November 1989 geöffnet. Durch die Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 blieb Pankow auch im vereinten Berlin weiterhin ein beliebter Bezirk.

Im Rahmen der Berliner Fusion 2001 behielt Pankow seinen Namen, da es von allen eingemeindeten Bezirken die meisten Einwohner hatte. Mittlerweile gilt Pankow als geburtenreicher Bezirk Berlins. Das Durchschnittsalter liegt bei 40 Jahren, die Arbeitslosenquote ist im Vergleich von ganz Berlin mit 6 Prozent angenehm niedrig.

Mädchen aus Ost-Berlin

Noch immer ist Pankow unweigerlich mit dem Lied von Udo Lindenberg „Der Sonderzug nach Pankow“ verbunden. In diesem Lied geht es um seine Liebe zu einem Mädchen aus Ost-Berlin, als die Mauer noch Deutschland in Ost und West teilte. Auf diesen Spuren können nicht nur die Fans von Udo Lindenberg mit der U-Bahn-Linie 2 wandeln. Denn neben hübschen Mädchen und Frauen hat Pankow eindeutig noch viel mehr zu bieten.


Der Ortsteil Prenzlauer Berg lädt mit seinen Altbaukiezen zum Spaziergang ein. Hier sind zahlreiche Restaurants und kleine Geschäfte zu finden, in denen es sich lohnt zu verweilen. Daneben ist der Mauerpark nicht nur im Sommer ein schönes Ausflugsziel, sondern lädt entlang des ehemaligen Mauerstreifens auch regelmäßig zu Flohmärkten ein. Wer auf den Spuren der Vergangenheit wandeln möchte, sollte die Kulturbrauerei nicht außer Acht lassen. Wo früher die Schultheiß-Brauerei im Industrieareal seinen Sitz im historischen Gebäude hatte, befindet sich heute ein multikulturelles Zentrum. Hier finden neben Konzerten auch Workshops und Märkte statt. Doch das ist nur der Anfang der Kultur, denn neben den genannten Sehenswürdigkeiten, gibt es auch noch das Schloss Schönhausen und viele weitere Gebäude die erkundet werden möchten. Der Jüdische Friedhof Weißensees lädt ebenso zum Spaziergang, aber auch zum Auseinandersetzen mit der deutschen Geschichte ein.