Checkpoint Charlie

Checkpoint Charlie – Agententreffpunkt im Kalten Krieg

 

Der Checkpoint Charlie diente ausschließlich alliiertem Militärpersonal, Diplomaten und den Angehörigen der Sowjetischen Militärmission (SMM) als Grenzübergang von Ost- nach Westberlin. Dass dort Gefangene und Agenten ausgetauscht wurden ist bekannt. Weniger geläufig ist, dass es am Checkpoint Charlie 1961 beinahe zu einem erneuten Weltkrieg gekommen wäre.

Bereits bei seiner Einrichtung zwischen dem Ostberliner Stadtteil Mitte und Kreuzberg eine Besonderheit, entwickelte sich der Checkpoint Charlie zum Treffpunkt für hochrangige Agenten, genau wie die Glienicker Brücke über die Havel in Potsdam. Das SED-Regime versuchte, die Befugnisse der Westalliierten im Osten der Stadt zu begrenzen. In der Folge kontrollierten Volkspolizisten Militärpersonal der Briten und US-Amerikaner, was ein eklatanter Verstoß gegen die Vereinbarungen war. Daraufhin standen sich am 27. Oktober 1991 am Checkpoint Charlie Panzer der Alliierten und der Sowjets gegenüber, deren Kommandanten einen Schießbefehl hatten, sofern notwendig.

James Bond Alias Roger Moore nutze in „Octopussy“ den Checkpoint Charlie als Kulisse, während 1965 in der Verfilmung des John Le Carre-Romans mit Roger Burton tatsächlich der Spion aus der Kälte kam. Und der Wolfgang Becker-Film „Tschüss Lenin!“ setzt dem Checkpoint Charlie ein erneutes filmisches Denkmal. Diese Kinoerfolge und dokumentarische Werke zur Berliner Mauern werden regelmäßig in der Ausstellung BlackBox Kalter Krieg gezeigt; direkt an diesem Grenzübergang in der Friedrichstraße.

 

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