Friedrichstraße Berlin

Friedrichstraße Berlin – die geschichtsträchtige Einkaufsmeile

 

Nach dem Kurfürstendamm, den die Berliner liebevoll Ku’damm getauft haben, ist die nach dem preußischen König benannte Friedrichstraße die wohl bekannteste Trasse in der Bundeshauptstadt. Nicht verwunderlich, denn wo heute trendige Boutiquen und angesagte Restaurants zu finden sind, ereigneten sich menschliche sowie politische Dramen.

Die Friedrichstraße beginnt nahe dem Oranienburger Tor und dem Friedrichstadtpalast. Sie überquert die Spree, passiert die Komische Oper Berlin und endet als Fußgängerweg am Mehringplatz, auf dem die Friedenssäule steht. Auf und an der Friedrichstraße wurde Geschichte geschrieben. Bei den heftigen Barrikadenkämpfen während der Märzrevolution 1848 ebenso, wie 1961, als sich Panzer der Sowjets und der Westalliierten mit geladenen Rohren am Checkpoint Charlie gegenüberstanden. Dieser außergewöhnliche Grenzübergang gab häufig Anlass zu Schlagzeiten in der Weltpresse. Peter Fechter verblutete 1962 nur Schritte vom Schlagbaum nach Westberlin entfernt bei einem Fluchtversuch, weil bewaffnete DDR-Grenzschützer jede Hilfeleistung verhinderten. Alle Sicherheitsmaßen versagten allerdings 1986, als drei Bürger der DDR mit einem voll beladenen Kieslaster die Straßensperren erfolgreich durchbrachen.

Gerade der Bereich der Friedrichstraße um den Checkpoint Charlie hat sich nach dem Mauerfall zum mondänen Einkaufboulevard entwickelt. Trotzdem ist die Geschichte allgegenwärtig, denn die „BlackBox Kalter Krieg“ dokumentiert die damaligen Geschehnisse. Genau wie das „Mauermuseum – Museum Haus am Checkpoint Charlie“, das zeitgleich Gedenkstätte für die 1.067 Fluchtopfer ist. Und vom eigentlichen Grenzübergang ist der Nachbau der Grenzerbarracke zu sehen, denn der echte Checkpoint Charlie wird im AlliiertenMuseum ausgestellt.

 

 

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