Grunewaldturm

Eine kaiserwürdige Aussicht – der Grunewaldturm

 

Für den 1888 verstorbenen Kaiser Wilhelm I. wurde zu dessen 100. Geburtstag 1897 ein Ehrenmal auf dem Karlsberg im Grunewald errichtet – der Grunewaldturm. Heute ist der historische Kaiser-Wilhelm-Turm ein beliebter Treffpunkt und ideal für einen erholsamen Tag im Grünen.

Der Grunewaldturm ist ein Juwel unter den Berliner Bauwerken im Stil der Backsteingotik. Das liegt an der verspielt wirkenden Fassade mit kleinen Erkern, Türmchen, dem übergroßen Reichsadler und Nischen, in denen Vögel nisten. Deshalb sieht das Ehrenmal auch eher so aus, wie die Gebrüder Grimm den verwunschenen Turm von Rapunzel beschreiben. Bis 1948 hieß der Turmbau offiziell Kaiser-Wilhelm-Turm, bis er seinen neuen Namen erhielt. Das Meisterwerk ist insgesamt 55 Meter hoch. Es wurde 1953 und 2011 umfangreich saniert. Wer weitere architektonische Glanzleistungen des Königlichen Baurats Franz Schwechten sehen will, sollte das Beamtentor von AEG oder die Kulturbrauerei besuchen, die ehemalige Schultheiss-Brauerei.

Die verwinkelte Treppenkonstruktion hinauf zur Aussichtsplattform verlangt etwas Kondition, denn 204 Stufen ist das Konstrukt hoch. Die kleine Anstrengung wird dafür mit einem fantastischen Panorama belohnt. Der gesamte Grunewald, die Havel und sogar der Wannsee stechen ins Auge. Wem der Weg hinauf zu mühsam ist, sollte trotzdem das Monument besuchen. An diesem treffen sich vor allem am Wochenende Berliner und Gäste zum Picknick mit der Familie oder mit Freunden und gelegentlich gibt es handgemachte Livemusik zu hören.

 

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