Schloss Bellevue

Schloss Bellevue – Der Sitz des Bundespräsidenten

 

Direkt am Ufer der Spree im Norden des Berliner Stadtteils Tiergarten steht das Schloss Bellevue. Erbaut im neoklassizistischen Stil und in hellem weiß leuchtend ist dieses Gebäude ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt deutscher Politik, denn hier residiert der amtierende deutsche Bundespräsident.

In Auftrag gegeben wurde das Schloss Bellevue, eine zweigeschossige Dreiflügelanlage, im Jahr 1786. Sie war damals als die private Residenz für Ferdinand von Preußen, dem jüngsten Bruder des Herrschers Friedrich dem Großen, vorgesehen. Fertiggestellt wird das Gebäude zwei Jahre später, damals mit nur einem Seitenflügel. Ab dem Jahr 1844 wird das Schloss Bellevue zur Ausstellung preußischer Kunstwerke genutzt, damals unter dem Namen „Vaterländische Galerie“. In den kommenden Jahren wird es auch noch als Wohnhaus für die Bediensteten des Hofstaates, sowie als Gästehaus für internationalen politischen Besuch genutzt. Im Zweiten Weltkrieg wird das Schloss Bellevue schwer beschädigt und brennt, bis auf wenige Außenmauern, vollkommen nieder. In den direkten Nachkriegsjahren findet die Ruine wenig Beachtung und wird erst von 1955-1959 aufwendig restauriert.

 
Bis zur Ernennung Berlins zur gesamtdeutschen Hauptstadt bleibt das Schloss Bellevue der Zweitwohnsitz des Bundespräsidenten, heute ist es die offizielle Residenz desselbigen. Trotz der herausragenden politischen Rolle dieses eindrucksvollen Gebäudes ist es möglich, es im Rahmen einer Tour zu besichtigen. Das Schloss ist ein beliebtes Ziel, deswegen ist eine vorherige Anmeldung unbedingt erforderlich.

 

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