Sowjetisches Ehrenmal Tiergarten

Sowjetisches Ehrenmal im Tiergarten – mitten im ehemaligen britischen Sektor

An der Straße des 17. Juni, nur einen Steinwurf vom Brandenburger Tor und dem Reichstag entfernt, wurde das Sowjetische Ehrenmal im Tiergarten errichtet – mitten im ehemaligen britischen Sektor. Nach dem Sieg der Alliierten im Zeiten Weltkrieg war es eine der ersten Handlungen der sowjetischen Besatzer, insgesamt vier derartige Gedenkstätten im besiegten Berlin zu platzieren.

Über 80.000 Rotarmisten waren beim Kampf um Berlin gefallen, weshalb es der Führung der Roten Armee ein besonderes Anliegen war, insbesondere diesen Kameraden zu gedenken. Dazu wurde Im Treptower Park die größte Anlage geschaffen. Es folgten das Ehrenmal im Großen Tiergarten, eines in der Schönhölzer Heide und schließlich die Gedenkstätte im Bucher Schlosspark.

Die Gedenkstätte besteht aus einem riegelförmigen Konstrukt, flankiert von sowjetischen Panzern und Geschützen. Zudem wurde ein Rotarmist als bronzene Statue aufgestellt. In dieser optisch ansprechenden Anlage wird oft der rückwärtige Teil übersehen, der wie ein Park gestaltet ist. Genaue Zahlen sind nicht bekannt, aber zwischen 2.000 und 2.500 im April sowie Mai 1945 gefallen Rotarmisten wurden hier bestattet. Grabsteine fehlen, dafür sind von zahlreichen, aber eben nicht von allen Soldaten die Namen auf einer Gedenktafel an den Säulen des Ehrenmals verewigt.

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