Staatsratsgebäude

Das Staatsratsgebäude – Machtzentrum der DDR


Das Staatsratsgebäude Berlin liegt zentral in der Stadt, genauer: auf der Spreeinsel zwischen Spree und Kanal. Es wird bis heute genutzt, doch lässt sich einiges besichtigen.
Das imposante Gebäude wurde ab 1961 speziell für die 23 Mitglieder des Staatsrats, der sich nach 1960 bildete, gebaut, doch zog dieser erst 1964 ein. Dieses erste wichtige Staatsgebäude der DDR blieb bis zur Auflösung des Staates Ratssitz.

Der Bau war nicht einfach, weil der Untergrund morastig ist. Aus diesem Grund wurden hier etliche Hundert Betonpfähle als Grundlage für das große Gebäude verbaut. Das Haus wurde mit rotem Porphyr verkleidet, die an die Farbe der Fahne erinnerte. Außerdem wurde ein Portal des Stadtschlosses eingebaut, das sogenannte Karl-Liebknecht-Portal. Im Inneren befinden sich unter anderem ein Festsaal, der mit einer Million Mosaikstückchen gestaltet wurde, und ein Saal für Bankette.

Sehenswert ist außerdem die Gartenanlage, die heute unter Denkmalschutz steht und einen wunderbaren Brunnen mit Mosaikdekoration besitzt. Selbstverständlich wurden namhafte Künstler und Werkstätten der DDR mit all diesen Ausstattungen beauftragt. So gibt es unter anderem ein bildschönes Wandfries aus Meißner Porzellan.
Nach der Wende erlebte das Haus einige Nutzerwechsel. Heute ist hier eine Managerhochschule beheimatet. Vor einigen Jahren wurde das Staatsratsgebäude zudem umfassend saniert.

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