Stadthaus Berlin

Das Alte Stadthaus Berlin – die Erweiterung des Roten Rathauses

 

Das Alte Stadthaus Berlin – die Erweiterung des Roten Rathauses
Zwischen Alexanderplatz und der Spree, nur Schritte von Roten Rathaus entfernt ist das Alte Stadthaus 1902 für den Magistrat Berlins errichtet worden.
Um mehr Platz für die Verwaltungsorgane zu schaffen, wurde das Alte Stadthaus in Auftrag gegeben, dass bei seiner Einweihung 1912 noch Neues Stadthaus hieß. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Teilung Berlins diente es Otto Grotewohl als erstem und viele Jahre später Lothar de Maizière als letztem Ministerpräsidenten der DDR als Amtssitz. Aufwendige Renovierungen wurden ab 1990 durchgeführt, nach deren Abschluss die Senatsverwaltung des Inneren in das Alte Stadthaus einzog. Ludwig Hoffmann wurde als Architekt bestimmt, ohne Ausschreibung und ohne zwingende Vorgaben. Er sollte lediglich Raum für rund 1.000 Arbeitsplätze schaffen und zwei Sitzungssäle in das Gebäude einplanen.
Dabei heraus kam ein Monumentalbau mit fünf Innenhöfen und einem gewaltigen Turm, der zwar pompös Worte, dennoch laut Beschluss angenommen wurde. Prunkstück ist der Bärensaal mit seinem spektakulären Tonnengewölbe, welches einen dreigeschossigen Festsaal überdacht.
Das Gebäude erhielt seinen bis in die Gegenwart gültigen Namen nach Kriegsende. Zu über 50% zerstört, wich der Magistrat auf das Haus der Feuersozietät aus, welches dann als Neues Stadthaus bezeichnet wurde. Analog der Bau von Hoffmann zum Alten Stadthaus.
Interessant ist die Geschichte des Wiederaufbaus durch die DDR-Behörden. Diese entschieden sich gegen eine originalgetreue Rekonstruktion, denn für das Mansardendach wären 930 m² Schnittholz notwendig gewesen. Stattdessen wurde dem Alten Stadthaus ein Satteldach aufgesetzt, denn dazu waren lediglich 214 m² Holz notwenig. Übrigens ein Baustoff, der während der gesamten DDR-Zeit überaus rar war. 

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