Stolpersteine

Berliner Stolpersteine – Erinnerungen der Hauptstadt

 

Der Künstler Gunter Demnig entschied sich 1992 zu einem künstlerischen Projekt der anderen Art. Er wollte auf das Schicksal der verfolgten Menschen im Nationalsozialismus aufmerksam machen und fing an Stolpersteine in ganz Deutschland zu verlegen. Seit 1996 auch in Berlin. Die in Berlin verlegten Stolpersteine sind nur ein kleiner Teil, der insgesamt fast 47.000 Stolpersteine, die mittlerweile in 17 europäischen Ländern verlegt werden.

Die Stolpersteine sind 10 cm² groß und in goldener Farbe gehalten. Sie werden in den Gehweg eingebracht, vor der letzten gewählten Adresse des Verfolgten. Dabei stehen auf der Messingplatte der Name und das Schicksal der Menschen, an den der Stein erinnert. Dabei spielt die Herkunft der Menschen, an die mit den Steinen erinnert werden soll, keine Rolle. Für alle Menschen, die der Verfolgung im Zweiten Weltkrieg ausgesetzt waren, kann ein Stolperstein verlegt werden. Dies können neben Juden auch Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas, politische und religiöse Menschen des Widerstandes, aber auch Opfer der Euthanasie sein. So sind bereits über 8.500 Stolpersteine in Berlin verlegt worden, die auch auf der Homepage der Berliner Stolperstein-Initiative geführt werden.

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