Tempodrom Berlin

Das Tempodrom Berlin – am dritten Standort aus Beton 

 

Auf etwa halbem Wege zwischen dem Checkpoint Charlie und dem Landwehrkanal ragt ein extravagantes Betonmonument im Stil eines Zeltes in den Berliner Himmel, das eine der ersten Adressen für beste Unterhaltung in der Bundeshauptstadt ist. Dass diese Veranstaltungshalle zudem eine bewegte Geschichte hat, wissen nur ein paar Eingeweihte.

Das Tempodrom begann 1981 mit einem gebrauchten Zirkuszelt, das am Potsdamer Platz direkt an der Mauer aufgestellt war. Nina Hagen, Ton Steine Scherben und sogar Bob Dylan traten unter den Leinenwänden auf, die auch Versammlungen linker Gruppierungen Obdach boten. Wegen zu viel Lärm erfolgte vier Jahre später der Umzug in den Tiergarten, gleich neben dem Kongresszentrum. Kanzler Kohl drängte darauf, das Tempodrom zu verlegen, denn genau am gegenüberliegenden Ufer der Spree sollte das Bundeskanzleramt entstehen. Die Eigentümerin Irene Moessinger wollte nun aber Nägel mit Köpfen machen und ließ sich ihr Traumzelt in Beton gießen – 37 Meter hoch und mit Platz für rund 2.000 Menschen. Nachdem die Finanzierung entgleiste, auf mehr als das doppelte der veranschlagten Summe stieg und deswegen auch ihr Fürsprecher, der Stadtentwicklungssenator Peter Strieder den Hut nehmen musste, wurde das Tempodrom an einen Investor verkauft.

In der extravaganten Veranstaltungshalle werden gegenwärtig Disney-Produktionen wie die Meerjungfrau Arielle oder Musikshows wie Star Wars in Concert geboten. Überregional und deutschlandweit bekannte Musiker geben Konzerte und unvergessene Superstars von gestern wie Status Quo sind im Veranstaltungskalender zu finden.

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