Theater des Westens

Theater des Westens – turbulente Theatervergangenheit 

 

Südlich 1896 mit Tausendundeinernacht eröffnet, hat kaum ein Schauspielhaus in Deutschland eine derart bewegte Vergangenheit – zwischen triumphalen Vorstellung, Pleiten, Schließungen und erneuten Erfolgen. Das Theater des Westens ist obendrein architektonisch eines der ansprechendsten Bauwerke Berlins, angesiedelt in der Kantstraße, zwischen Ku’damm und Bahnhof Zoo.

Wie viele Intendanten und Direktoren das Theater des Westens geleitet haben, lässt sich nicht mehr feststellen. Zu turbulent waren die Geschehnisse um das berühmte Schauspielhaus zeitweise. Was aber unvergessen ist, sind die Glanzlichter. Dazu gehören insbesondere die Stars, die im Herzen Berlins das extravagante, elegante Foyer und die Bühne zum Leuchten gebracht haben. Im Laufe der über 100-jährigen Geschichte traten einige der ganz großen Stars ihrer Zeit in Berlin auf – und dann natürlich im Theater des Westens. Darunter unvergessene Berühmtheiten wie Marlene Dietrich, Josephine Baker, Enrico Caruso oder Hildegard Knef.

Nach 1945 vorwiegend als Bühne für Musicals und Operetten genutzt, wurde das Theater des Westens 2002 an die Stage Entertainment verkauft, wobei das Gebäude weiterhin im Besitz der Stadt Berlin ist. In der Folge wurde das Schauspielhaus aufwendig renoviert und insbesondere technisch modernisiert. Ohne eigenes Ensemble, werden seither Langzeitaufführungen präsentiert; zumeist beim Publikum überaus beliebte Musicals. ‚Les Misérables‘ gehörten dazu, aber auch zeitgemäße Stücke wie ‚Der Tanz der Vampire‘, ‚The Band‘, ‚Sister Act‘ oder ‚Der Glöckner von Notre Dame‘ sorgen für ausverkaufte 1.600 Sitzplätze.

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